Ida und Gotthard Wielich
Gotthard Wielich, Doktor der Jurisprudenz und Historiker
 
1885-1973, geboren in Krefeld, gestorben in Ascona
 
In Krefeld geboren wuchs Gotthard Wielich in Wien auf, Studium der Rechtswissenschaften in Halle. Nach dem Anwaltsexamen Tätigkeit als Rechtsanwalt in Düsseldorf. 1923 liess er sich als Leiter des Rechtsdienstes einer Schweizer Firma in Zürich nieder. Bereits bei seinem ersten Besuch in Ascona im Jahr 1924 vermisste er wissenschaftliche Werke zur Geschichte des Tessins. 1940 zog er mit seiner Frau Ida, geborene Missing, verstorben 1960, nach Ascona und beteiligte sich als geachteter Historiker an der Aufarbeitung der Geschichte der Südschweiz. Caterina Beretta schrieb in ihrem „Mein Ascona“, Seite 78, über Wielich: „Der stillste und zurückgezogenste Schriftsteller war der deutsche Jurist Gotthard Wielich. Er war wegen der schönen Gegend hergekommen und blieb, wie er schrieb – wegen seiner Liebe zu den Menschen. Er wurde Bürger von Ascona. Als gründlicher Kenner unserer Lokalgeschichte hinterliess er Schriften von bleibender Bedeutung. Er wurde auf unserem Friedhof beigesetzt.“ Wielich soll in der Casa Crocetta am heutigen Sentiero Crocetta gelebt haben. Er verbindet die Strada Collina mit der Strada Rodonico. „Seit seiner Wohnsitznahme am Langensee vor über dreissig Jahren hat Wielich nun als Privatgelehrter unermüdlich an der Schliessung dieser Forschungslücken gearbeitet“, aus einer Rezension zu Wielichs Buch: „Das Locarnese im Altertum und Mittelalter“ von Guido Stucki in der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte, Band 21, 1971, Seiten 604 & ff. Gotthard Wielich verfasste verschiedene Werke zur Geschichte der Südschweiz, er wird in der Fachliteratur immer wieder zitiert, er „der sich wie kaum ein zweiter in die Geschichte seine Tessiner Wahlheimat vertieft hat“, so im Vorwort zur posthum erschienenen Neuauflage seines Titels „Ascona in alter Zeit und heute“.