1933 Wieder kommen Emigranten!
Es begann um die Zeit der Bücherverbrennung
vom 10. Mai 1933. Erneut flohen Menschen, diesmal vor dem deutschen
Naziregime, seinem Ariertum, seinem Rassenhass und später vor seinem
Krieg, der zum zweiten Weltkrieg ausarten sollte. Und vor Italiens Faschisten. Es kamen Else Lasker-Schüler, Stephan George, Isidora Duncan, Paul Klee, Max Picard, Ignazio Silone, Ernst Toller, Mary Wigman, Victoria Wolff
und viele mehr. In verschiedenen Biographien der flüchtenden Menschen
steht, mit bitterem Unterton formuliert, zu lesen: "Problemen mit der
Fremdenpolizei", "die Schweizer Behörden verhinderten ein
Einreisevisum", "das sture und hartherzige Verhalten der Schweizer
Behörden", "mit Hilfe von Hermann Hesse
erhielt er eine befristete Aufenthaltsbewilligung", "1938 Ausweisung
aus der Schweiz". Siehe dazu auch das pdf-Dokument: Strauhof Zürich, Literatur
Ausstellungen, HEIMAT LOS SCHWEIZ, Deutschsprachige Literatur im
Schweizer Exil 1933-1950 -Zitate.
Aline Valangin, damals mit Wladimir Rosenbaum verheiratet, erwarb 1929 das "Castello della Barca" in Comologno.
Während gut zehn Jahren wurde dieses Haus zum Refugium für diejenigen,
die vor den Faschisten in Deutschland und Italien flüchteten oder
flüchten mussten.