wetzler
Hermann Hans Wetzler, Dirigent und Komponist

1870-1943, geboren in Frankfurt a.M., gestorben in New York.

Sohn amerikanischer Eltern, Jugend in den USA. 1885-1892 Besuch des „Hoch’schen Konservatoriums“ in Frankfurt a.M., unter anderem bei Clara Schumann und Engelbert Humperdinck. 1892 nahm Wetzler Wohnsitz in New York. Tätigkeit als Organist. 1903 gründete er die „Wetzler Symphony Concerts“. 1904 gab Richard Strauss dort sein Debut als Dirigent in den USA. Ab 1905 wirkte Wetzler als Operndirigent hauptsächlich an deutschen Häusern. Wohnsitz ab 1923 in Köln. Tätigkeit als freischaffender Dirigent und Komponist.  Nach der Machtübernahme durch die Nazis emigrierte Wetzler nach Basel, dann nach Ascona, wo er sich niederliess. Er schrieb unter anderem die „Baskische Venus“, eine romantische Oper in 5 Bildern, die in Jakob Flachs Aufzeichnungen als die „Steinerne Venus“ überliefert wurde. Nach Kriegsausbruch zog Wetzler wieder nach New York, wo er auch starb. Jakob Flach schrieb in seinem „Ascona“: Im Laufe der Jahre rückten die Komponisten an, einer nach dem andern, Hermann Hans Wetzler mit der „Steinernen Venus“; Ernst Krenek und sein „Jonny spielt auf“, Hans Haug, Mister Walton, Wladimir Vogel, Rolf Liebermann, Albert Möschinger...“ 
Der Nachlass von Wetzler wird in der Zentralbiblothek Zürich unter "Spezialsammlungen" aufbewahrt: http://www.zb.uzh.ch.