Alfonsina Storni, zVg von Hildegard Keller, Zürich

Alfonsina Storni, Lyrikerin, Journalistin, Theaterautorin, Dozentin für Sprechausbildung

1892-1938, geboren in Sala Capriasca, gestorben in Mar del Plata, Argentinien


Alfonsina Storni, kam mit vier Jahren mit ihren Eltern Alfonso und Paulina Storni, geborene Martignoni, nach San Juan, Argentinien, lebte von 1912 bis zu ihrem Freitod in Buenos Aires. Sie gehörte zu den Intellektuellen und Künstlern mit öffentlicher Präsenz, nahm an Freidenker-Anlässen teil, kämpfte als unverheiratete Mutter für die rechtliche und ökonomische Gleichstellung der Frau und setzte sich für künstlerische Praxis von Kindern und Jugendlichen ein. Neben Prosa für Zeitungen und Zeitschriften, erstmals in deutscher Übersetzung (Meine Seele hat kein Geschlecht, Zürich 2013) und 2017 auch auf Italienisch (Cronache da Buenos Aires, Bellinzona 2017) erschienen, veröffentlichte sie neun Gedichtbände, schrieb vier Theaterstücke für Erwachsene sowie Kindertheater-Stücke, die sie mit der Kindertheater-Schule in Buenos Aires, an der sie arbeitete, aufgeführt wurden.

Storni war seit 1935 krebskrank und nahm sich am 25. Oktober 1938 das Leben. Vor ihrem Freitod im Meer verabschiedete sie sich mit dem Gedicht Voy a dormir [Ich gehe schlafen], aber sie sagte schon in einem Gedicht von 1919, dass sie unter den Lebenden bleiben werde: «Ich lebe, ich habe gelebt und ich werde immer leben.» Weitere Informationen unter www.alfonsinastorni.ch.

Diese Seite wurde auf Initiative von Hildegard Keller, Zürich, in ticinARTE aufgenommen, www.hildegardkeller.ch.