Jan Schutter, Maler
1890-1956, geboren in Dalfsen, Holland, gestorben in Bönigen bei Interlaken
1890-1956, geboren in Dalfsen, Holland, gestorben in Bönigen bei Interlaken
Schutter verbrachte einen Teil seines Lebens in Ronco s/Ascona, in der via Nosetto. Noch heute steht sein Name auf der Haustür geschrieben. Peter Riesterer, der mit ihm freundschaftlich verbunden war, schrieb über Schutter: „Still, zurückgezogen, sich ernsthaft bemühend, die Sprache der Einheimischen zu verstehen, lebte er in seiner „Maler-Burg“ zwischen den Rebbergen von Ronco sopra Ascona. Rös Peter, Karl Gerber, Manfred Henninger aus der uralten unteren Mühle, ein Katzensprung von Köbi Flach entfernt, Erwin Schönmann und Jan Schutter
bildeten den „Verbano-Künstler-Kreis“, auch "Künstlergruppe Lago Maggiore" genannt. Alles eigenwillige Köpfe.
Eigenwillig auch in ihrer künstlerischen Aussage. Und doch ertrugen sie
sich. Es war die Zeit, wo Henninger seine „Badenden“ malte, Schutter
die feinfühligen Stilleben und beglückenden Landschaften, Gerber seine
Mappen mit Motiven aus Roncos Dorfleben füllte. Die Verbano-Gruppe war
kritisch. Scharf aber gerecht im Urteil. Unbestechlich. An sich
arbeitend. Drunten, im Borgo von Ascona,
bildeten sie nie das Tagesgespräch. Eine ganz andere Welt sorgte für
Klatsch und Tratsch. Sie gingen ihrer Arbeit nach. Waren die Stillen
vom Lande. Wollten sich nicht vom Lärm unserer Zeit feiern lassen.“
