Hermann Haller in seinem Atelier, 1946
Hermann Haller, Bildhauer

1880-1950, geboren in Bern, gestorben in Zürich

Sohn des Begründers und Direktors des "Eidgenössischen Patentamtes für geistiges Eigentum" in Bern und einer Lehrerin, die als autoritäre Person beschrieben wird. Nach einem Besuch einer Ausstellung von Ferdinand Hodler in Vevey beschloss Haller 1894 als 14jähriger Maler zu werden. Er begann, auch auf Zuspruch Hodlers, 1898 in Stuttgart ein Architekturstudium, ging dann aber bereits 1899 nach München, wo er an einer Privatschule Malunterricht nahm. Dort traf er einen ehemaligen Mitschüler aus Bern wieder: Paul Klee. 1901 Studium an der Kunstakademie München. 1902 Besuch der "Akademie der bildenden Künste" in Stuttgart. Sein Mäzen, Theodor Reinhart, ein Bekannter seines Vaters, ermöglichte ihm einen Aufenthalt in Rom. Er teilte sich das Atelier mit seinem Freund, dem Maler Karl Hofer. 1907 wurden er und Hofer durch eine Publikation rasch bekannt und gefragte Künstler. 1909 Heirat mit der Sängerin Gerda von Wätjen aus Düsseldorf. Haller lebte, wie Hofer, bis 1914 in Paris. Zurück in der Schweiz lebte und wirkte er in Zürich als erfolgreicher Figurenplastiker. 1917 zweite Heirat mit der Malerin und Kunstgewerblerin Felicitas Trillhaase, genannt Chichio. 1919 neue Lebensgemeinschaft mit der Bildhauerin Hedwig Braus, Heirat 1945. Haller hielt sich immer wieder in Ascona auf. Im Jahr 1989 fand eine Ausstellung im Skulpturenpark Zürich-Leimbach, dem Garten der Familie Riesterer statt, siehe den Prospekt unten.