Eugen Früh, Grafiker und Maler
1914-1975, geboren in St. Gallen, gestorben in Zürich
Als Sohn eines Postrevisors wuchs Früh als vierter von fünf
Söhnen in St. Gallen und Zürich auf. Besuch der Kunstgewerbeschule in Zürich
von 1928 bis 1932. Dort lernte er seine spätere Frau, die Malerin Erna Yoshida
Blenk kennen, Heirat 1934. Den Sommer 1932 verbrachte Früh in der
Künstlerkommune von Fritz Jordi in Fontana Martina, wo er unter anderem Clément
Moreau (Carl Meffert) kennen und schätzen lernte. Zurück in Zürich beschäftigte er sich als
gefragter Buch- und Zeitungsillustrator. Kontakte unter anderem mit Max Frisch
und Rudolf Jakob Humm. Nach verschiedenen Paris-Aufenthalten in den 30er Jahren
begann er, sich auch der Malerei zu widmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begaben
sich die Frühs auf verschiedene Studienreisen: Italien, England, Holland,
Mittelmeerraum und USA, dazwischen hielt er sich im Tessin und im Wallis auf.
1940 nahm er an einer Gruppenausstellung im Zürcher Kunsthaus teil. Im Jahr
1944 lebten und arbeiteten die Frühs an der Zürcher Römergasse, wo Erna bis zu
ihrem Tod 1996 lebte. 1949 erste Einzelausstellung im Kunstsalon Wolfsberg in
Zürich. Die Lähmungserscheinungen nach einem 1959 erlittenen Schlaganfall
beeinträchtigten sein Schaffen für einige Zeit. Früh galt als zurückhaltender
Künstler, einem moderat modernen Stil verpflichtet, und als einer der
meistbeachteten und erfolgreichsten Zürcher Maler der Nachkriegszeit. Er starb
1975 an den Folgen einer Krebserkrankung. Weitere Informationen siehe www.frueh-stiftung.ch.
Das Museo Epper Ascona zeigte 2010 die Ausstellung: Eugen Früh, „Torna ad Ascona“.
